RASSEKUNDE

Die Rassen des Mangalitza Schweines

Das Blonde Mangalitza, Rote Mangalitza und Schwalbenbäuchige Mangalitza sind die drei anerkannten Rassen der Mangalitza Schweine. Sie gehören zu den letzten bis in die Gegenwart erhaltenen europäischen Landschweinen und autochthonen Nutztierrassen Mitteleuropas.

 

 

Das Blonde Mangalitza

Das Blonde Mangalitza stellt die weit verbreiteste Art der Mangalitza Schweine dar. Das Blonde Mangalitza entstammt urungarischen Fettschweinen, die mit serbischen Sumadia Schweinen veredelt wurden.

Das Fell des Blondes Mangalitzas reicht von grau bis gelb und gelblich rot in allen Variationen; das gelbliche Rot hängt von der Haltung und der Bodenbeschaffenheit ab. Es ist dicht und lang, gekräuselt im Winter, weicher, kürzer und gerader im Sommer. Die Kräuselung ist ein Zuchtmerkmal, jedoch die Kreisung, die Stärke der Kräuselung des Felles und die geraden groben Borsten am Rücken oder an den Flanken sind nicht erwünscht. Das übermäßige feine wollige Fell ist ebenso nicht erwünscht. Der saisonale Fellwechsel des Mangalitzas ist sehr typisch und beachtenswert bis zum dicken, gekräuselten Winterhaar.

 

 

 

Das Rote Mangalitza

Das Rote Mangalitza stammt aus einer Kreuzung des alten Ungarischen Szalontai Schweines mit Blonden Mangalitzas ab. Die traditionelle Erhaltung der Zucht befindet sich in den Ostregionen der Grossen Ebene, Nähe Transylvanien.

Das Haarkleid des Roten Mangalitza ist dünkler, mit leicht rötlich brauner Schattierung. Die Körpergröße und Gewicht übertrifft die anderen Mangalitza Züchtungen. Konsequent hat es eine höhere Wachstumsrate und Fruchtbarkeit. Die Haut des Roten Mangalitza ist grauschwarz pigmentiert, Körperöffnungen, Rüsselscheibe, Zitzen und Klauen sind ebenso schwarz. Die pigmentierte, dunkle Haut ist besser sichtbar durch das dünne Fell, darum scheint die Farbe der Tiere dunkler, bräunlich grau im Sommer.

 

 

 

Das Schwalbenbäuchige Mangalitza

Das Schwalbenbäuchige Mangalitza wurde in Südungarn aus der Kreuzung des Blonden Mangalitza mit dem kroatischen Syrmien Schwein entwickelt.

Die Zeichnung des Schwalbenbäuchigen Mangalitzas weist am Rücken und an den Flanken ein schwarzes Haarkleid auf. Der Mundwinkel, die untere Halsgegend und die untere Hälfte des Rumpfes sind gelblich weiß bis silbergrau. Die Haut ist weich, dünn und stets grauschwarz pigmentiert, die Körperöffnungen, der Mund, die Rüsselscheibe sind schwarz und die Zitzen und Klauen haben ebenso schwarze Farbe. Sie sind kleiner als die Blonden und Roten Mangalitzas, jedoch noch weniger anfällig als die beiden anderen Rassen des Mangalitza Schweins

 

 

Frühe Mangalitza Rassen und Kreuzungstiere

Das Wildfarbene oder Braune Mangalitza (Baris) gilt als eine der ursprünglichen Rassen des Mangalitzas. In der Literatur wird gelegentlich auch von Schwarzen oder Weißen Mangalitza Schweinen berichtet. Auch könnten fehlerhafte Übersetzungen zu missverständlichen Rassebezeichnung geführt haben. Neben den anerkannten Rassen existieren auch "Ordas" genannte Kreuzungstiere Blonder und Schwalbenbäuchiger Mangalitza Schweine