AKTIVITÄTEN

Exkursionen

Eine wichtige Aktivität der IGWÖ sind Exkursionen, vor allem in die Herkunftsregionen der Mangalitza Schweine. Die dort geknüpften Kontakte, praktischen Beobachtungen und Erkenntnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der konstruktiven Zuchtarbeit. Die IGWÖ bedankt sich im Namen aller Exkursionsteilnehmer für dei Gastfreundlichkeit der besuchten Zuchtbetriebe und Forschungsinstitute.

 

 

 

Serbiens MANGULICA
IGWÖ Exkursion 2010

EXCURSION: 28.08.2010 - 03.09.2010
Das
Institut für Landwirtschaft in Shumen, Expositur der Agrarwirtschaftlichen Hochschule Sofia, veranstaltete vom 2. bis 3 September 2010 die Jubiläumskonferenz "55 Jahre Agrarwissenschaft". Yordan Marchev, regionaler Schweinespezialist und Institutsmitarbeiter in Shumen, hatte Christoph Wiesner, IGWÖ zur Konferenz in Bulgarien eingeladen um einen Vortrag über die Mangalitza Zucht in Österreich vorzutragen.

 

 

Die Einladung nach Shumen ermöglichte der IGWÖ eine lang geplante Reise nach Serbien, in die Ursprungsregion der Vorfahren des Mangalitzas umzusetzen. Die Kontakte zu den serbischen Zuchtbetrieben stellte Sergej Ivanov, Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums in Serbien und Zuständiger für heimische Nutztierrassen im Naturpark Stara Planina her. Die Aktivisten der IGWÖ wurden von Irena Rosc, European Food Academy begleitet. Sie fotografierte, dokumentierte und übersetzte aus dem Serbischen.

Weiters wollte man dem Mystikum "Schwarzes Mangalitza" auf den Grund gehen. Immer wieder hört man von Berichten, dass es diese Tiere noch in Kleingruppen in Serbien geben sollte. Bis dato gibt es aber keine "brauchbaren" Bilder davon. Ebenso kann man in einigen Berichten und Büchern aber auch von dem ausgestorbenen Schwarzen Mangalitza lesen.

Was ist also dran am "Mystica Mangalitza Negra?"

 

 

Schwalbenbäuchige Mangalitza
im Naturschutzgebiet Zasavica

Schon beim ersten Stopp in Serbien, der Besichtigung der Mangulici von Zasavica, ein geschütztes Feuchtbiotop der Save wurde man überrascht. Der Tierpfleger präsentierte das Schwarze Mangalitza.

Naturschutzgebiet Zasavica, Christoph Wiesner, Foto: Irena Rosc
Naturschutzgebiet Zasavica, Christoph Wiesner, Foto: Irena Rosc

Zu sehen war eine große Schweineherde, die auf einem weitläufigem Areal mit Kühen und Eseln friedlich zusammen lebt. Die Schweine zeigten alle äußeren Merkmale Schwalbenbäuchiger Mangalitzas. Auf die Frage, wo denn nun die Schwarzen Mangalitza Schweine seien, deutete der Pfleger erneut auf die Herde.

Es stellte sich heraus, dass die Schwalbenbäuchigen Mangalitzas regional als „Sremska crna lasa – „Schwarze“ bezeichnet werden, genauso wie der Pfleger später Blonde Mangalitzas „Weiße“ oder „Graue“ nannte. Beruhen die Berichte von Schwarzen Mangalitzas also auf Fehlübersetzungen regionaler Bezeichnungen?

 

 

Morawa und Mangalitza in Orasac

In Orasac (Orašcu), 70km von Belgrad wurde die IGWÖ von Vladimir Maletic, Leiter eines Zuchtbetriebs für Morawa und Schwalbenbäuchige Mangalitza Schweine empfangen. Neben reinrassigen Zuchttieren waren Mangalitza-Morawa aber auch Turopolje Kreuzungstiere zu sehen. Der Betrieb gehört, wie auch ein Hotel zu den Unternehmungen des Investmentbankers Milutin Nikolic. Im Hotelrestaurant werden Schweinefleischerzeugnisse aus dem Betrieb angeboten. Das Landschaftsbild erinnert an die Toskana. sanfte Hügel und Weinbau.

 

Vladimir Maletic, Christoph Wiesner, IGWÖ, Foto: © Irena Rosc//    Morawa Zuchtschweine am Betrieb in Orasac
Vladimir Maletic, Christoph Wiesner, IGWÖ, Foto: © Irena Rosc// Morawa Zuchtschweine am Betrieb in Orasac

Zum Morawa Schwein befragt, beschrieb Maletic zwei Schläge: Das in den Bergen lebende, eher kurze, runde, mit viel Haarkleid und das im Flachland lebende, eher längliche, ohne Haare. Weiter berichtete er von einem Projekt zur Blutauffrischung: Morawa Schweine werden in den Wäldern ausgesetzt um sich mit Wildschweinen zu paaren. Wurden diese vorübergehend frei lebenden Kreuzungstiere fälschlicherweise als Schwarze Mangalitzas identifiziert?

 

 

 


Blonde und Schwalbenbäuchige
Mangalitza Schweine in Pirot

Sergej Ivanov, Veterinär und Verwalter der Milutin Nikolic Farm, erwartete die IGWÖ Delegation im Naturpark der Stara Planina. Er führte durch die überwältigende Landschaft des „Alten Gebirges“. Anschließend hatte Ivanov die Besichtigung von zwei weiteren Mangalitza Zuchten in Pirot vorbereitet.

 

 

Nenad Todorovic, Foto: Irena Rosc
Nenad Todorovic, Foto: Irena Rosc

 

Im 30 Einwohner-Dörfchen Cerev Del auf 1500 m Seehöhe hält Nenad Todorovic eine kleine Herde vorwiegend Blonder Mangalitza Schweine. Die Tiere decken den Schweinefleischbedarf der Selbstversorger. Einige der Blonden Mangalitza in Cerev Del tragen zwischen Unterkiefer und Halsansatz zwei Hautausstülpungen  - ähnlich wie bei Ziegen - sogenannte „Bommeln“ oder „Glöckchen“

 

 


 

 

Auf der gegenüberliegenden Bergkette züchtet Slavko Kostadinovic Blonde und Schwalbenbäuchige Mangalitza Schweine. Beide Betriebe weisen eine traditionelle, serbische, kleinbäuerliche Struktur auf.

Kostadinovic Senior mit Blonden und SchwalbenbäuchigenMangalitza Schweinen, Foto: © Irena Rosc
Kostadinovic Senior mit Blonden und SchwalbenbäuchigenMangalitza Schweinen, Foto: © Irena Rosc

 

Die Zuchtbetriebe in Pirot beendeten die Serbien Exkursion 2010. Für die vielen Eindrücke zur Mangalitza Zucht und Kulinarik bedankt sich die IGWÖ bei ihren serbischen Gastgebern. Rote Mangalitza Schweine sind auf keinen der besuchten Betriebe gezeigt worden. Auch das mystische Schwarze Mangalitza Schwein wurde nicht entdeckt. Es bleibt die Frage offen, ob das Schwarze Mangalitza tatsächlich ausgestorben ist, oder ob es einem Übersetzungsdilemma zu Grunde liegt, oder aber ist es einfach nur ein Kreuzungstier?

 

 

Shumen, 55 Jahre Agrarwissenschaft

In Bulgarien wurde die IGWÖ von Sonya Ivanova, Mitarbeiterin des Agricultural Institute Shumen empfangen. Einst wurden Mangalitza Schweine auch im bulgarischen Kula gezüchtet. Leider verschwand das „Kulska mangalica“ in den 70ér Jahren des 20. Jahrhunderts.

 

Das bulgarische East Balkon Schwein/Herde in Shumen
Das bulgarische East Balkon Schwein/Herde in Shumen

Als letzte autochthone Schweinerasse in Bulgarien verbleibt das East Balkan Schwein. Auf einem Zuchtbetrieb in ca. 1000m Seehöhe bot sich die Gelegenheit eine Herde von 500 East Balkan Schweinen in Freilandhaltung zu beobachten.

Jubiläumskonferenz "55 Jahre Agrarwissenschaft" / Mitarbeiter des Instituts, Foto: Irena Rosc
Jubiläumskonferenz "55 Jahre Agrarwissenschaft" / Mitarbeiter des Instituts, Foto: Irena Rosc

Der Besuch des Instituts für Landwirtschaft in Shumen und die Rede von Christoph Wiesner, IGWÖ zur Jubiläumskonferenz „55 Jahre Agrarwissenschaft“ beendeten die Bulgarien Reise.


 

 

Rumäniens MANGALITA
IGWÖ Züchterexkursion KOSAROM 2006

EXCURSION: 19.09.2006 - 24.09.2006
2006 initiierte die IGWÖ eine Excursion zur Besichtigung der heute größten Roten Mangalitza (rum.: Mangalita) Zucht in Rumänien. Die IGWÖ Züchter Buchholzer (K), Faul Jun. & Sen. (Stmk.), Spitzbart (OÖ), und Wiesner (NÖ) reisten – gemeinsam mit einem Export Roter Mangalitza Schweine – nach Roman bei Piatra Neamt um dort den Schweinezucht- Mast- u. Verarbeitungsbetrieb Suinprod Roman zu besichtigen.

Suinprod Roman ist einer der Produktionspartner des rumänischen Lebensmittellieferanten Kosarom. Neculai Apostol, Eigentümer von Kosarom hatte die IGWÖ Delegation nach einem Kurzbesuch in Österreich eingeladen.

 

Ungarns MANGALICA
IGWÖ Exkursion 2005

EXCURSION: 01.06.2005 - 04.06.2005
2005 tourte eine IGWÖ Züchtergruppe bereits zum Zweiten mal durch Ungarns Mangalitza (Ung.: Mangalica) Zuchten. Mit dabei waren neun Mangalitza Züchter der IGWÖ aus Vorarlberg, Kärnten, Steiermark sowie Ober- und Niederösterreich. Neben einigen der bereits 2003 besuchten Zuchtbetrieben wurde vom 1. bis 4. Juni 2005 auch die Mangal Ilona Schweinemast in Kapoly und eine Privatzucht für Schwalbenbäuchige Mangalitza besichtigt.

Mangalitza in Ungarn: die Schweine der Bigecs Farm
Mangalitza in Ungarn: die Schweine der Bigecs Farm

Erster Programmpunkt war am 1. Juni 2005 die Wurstfabrik Surjány Hús GmbH in der András Moldován, Eigentümer der Mangal Ilona Schweinemast GmbH für seine Marke „Mangold“ Mangalitza Schweinefleischprodukte produziert. Nach der Produktherstellung zeigte Moldován den IGWÖ Züchtern seinen Mangalitza Zuchtbetrieb, die Mangal Ilona Schweinemast in Kapoly.

 

Die Mangal Ilona Schweinemast

01.06.2005 - 2005 wurden auf diesem Zuchtbetrieb rund 500 Muttersäue und 40 Eber des Blonden und Roten Mangalitza Schweins gehalten. Die Mangal Ilona Schweinemast GmbH betreibt die Schweinezucht und Schweinemast auf einem 70.000 m2 großen Gelände

Die Mangal Ilona Schweinemast für Blonde und Rote Mangalitza in Kapoly
Die Mangal Ilona Schweinemast für Blonde und Rote Mangalitza in Kapoly

Davon sind knapp 7.000 m2 der Tierhaltung und Lagerzwecken vorbehalten. 65-70% des Tierfutters werden durch die Bewirtschaftung einer 220 ha großen landwirtschaftlichen Nutzfläche selbst hergestellt.

 

Der Zuchtbetrieb bei EMÖD und eine
Privatzucht für Schwalbenbäuchige Mangalitza

02.06.2005 - Wie bereits 2003 von einer kleinen IGWÖ Delegation besichtigt, wurden die neun österreichischen Mangalitza Züchter 2005 erneut am Mangalitza Zuchtbetrieb bei Emöd empfangen. Dort gab es ein Wiedersehen mit Dr. László Radnóczi, Leiter der Schweinezuchtabteilung des Nationalen Institut für landwirtschaftliche Qualitätskontrolle in Ungarn (OMMI) sowie Péter Tóth, Obmann der Nationalen Vereinigung der Mangalitza Züchter Ungarn Mangalicatenyésztok Országos Egyesülete (MOE).

Péter Tóth, Dr. László Radnóczi, Christoph Wiesner, Seuchenteppich vor der Mangalitza Zuchtstation bei Emöd
Péter Tóth, Dr. László Radnóczi, Christoph Wiesner, Seuchenteppich vor der Mangalitza Zuchtstation bei Emöd

Péter Tóth zeigte den IGWÖ Züchtern auch eine kleine Farm, auf der Schwalbenbäuchige Mangalitza – ähnlich wie in Österreich – überweigend extensiv gehalten wurden. Nur gebärende Sauen und Jungtiere waren in einem Schweinestall ungarischer Bauweise untergebracht.


 

Die BIGECS FARM bei Letavertes

03.06.2005 - Die IGWÖ Züchter besuchten auch wieder die 2003 kennengelernte Bigecs Farm bei Letavertes. Nach der Führung durch die Zuchtfarm begleitet der Betriebsleiter Vas Andras die österreichische IGWÖ Delegation zur Farmers Expo in Debrecen.

Seuchenprevention | Blonde Mangalitza der Bigecs Farm
Seuchenprevention | Blonde Mangalitza der Bigecs Farm

 

Mangalitza Schweine im
Nationalparkt HORTOBÁGY

04.06.2005 - Abschließend unternahm die IGWÖ Züchtergruppe noch eine Rundfahrt mit Besichtigung der Mangalitza Herde im Nationalpark Hortobágy.

Mangalitza Herde im Nationalpark Hortobágy
Mangalitza Herde im Nationalpark Hortobágy

Die IGWÖ bedankt sich bei ihren ungarischen Züchterkollegen für die Gastfreundlichlichkeit während der Exkursionen in Ungarn!

 

 

 

 

Ungarns MANGALICA
IGWÖ Exkursion 2003

EXCURSION: 14.08.2003 - 18.08.2003
2003 besichtigte eine Delegation der IGWÖ ertmals die großen Mangalitza Zuchtbetriebe Ungarns. Die Exkursion erfolgte auf Einladung des Ungarischen Mangalitza Zuchtverbandes (MOE) und wurde von Dr. László Radnóczi, Leiter der Schweinezuchtabteilung des Nationalen Institut für landwirtschaftliche Qualitätskontrolle in Ungarn (OMMI) organisiert und begleitet.

Mangalitza Zucht in Ungarn: Die Feuchtgebiete des Nationalpark Hortobágy
werden von grabenden Mangalitza Schweinen bearbeitet.

Bereits im Frühjahr 2003 hatte Dr. Radnóczi gemeinsam mit Dr. Gábor Koppány Österreich besucht. Die beiden ungarischen Fachexperten waren zur Unterstützung der IGWÖ Körkommission der ersten, österreichweiten Mangalitza-Hofkörung angereist.

Die Ungarn Exkursion 2003 fand vom 14. bis 18. August statt. Im Programm waren die Mangalitza Zuchtbetriebe bei Emöd und Halmaj, eine Privatzucht für Rote Mangalitza Schweine, der Nationalpark Hortobágy sowie eine Mangalitza Körung während der Farmers Expo in Debrecen.

 

Der Zuchtbetrieb bei EMÖD

14.8.2003 - Am Zuchtbetrieb bei Emöd, Istvanjaro werden die drei Mangalitzarassen Blond, Rot und Schwalbenbäuchig in 16 Linien gezüchtet. Mit ca. 500 Muttertieren ist Emöd der intensivste Betrieb der besichtigten Zuchten in Ungarn. Auf fünf Maststationen werden insgesamt 7000 Schweine gehalten.

Freiarial für Jungsauen im alten Teil des Zuchtbetriebs bei EMÖD
Freiarial für Jungsauen im alten Teil des Zuchtbetriebs bei EMÖD

2003 wurde die IGWÖ Delegation am Betrieb Emöd von Péter Tóth, dem Präsidenten und Zuchtbuchführer des ungarischen Mangalitza Zuchtverbandes und dem Betriebsleiter empfangen. Péter Tóth organisiert mit seiner Firma Olmos és Tóth Kft. den Mangalitzafleischexport zur Serranoschinkenherstellung. Hierfür werden in Emöd neben reinrassigen Mangalitzas auch Kreuzungstiere mit einem Drittel Duroc Blutanteil gezüchtet. Beide Rassen zeigen die für den Serrannoschinken obligate schwarze Klaue. Jährlich gelangen 6500 kg Schinken und Koteletts nach Spanien, der Rest wird im Heimatland vermarktet.

EMÖD, fünf Maststationen mit insgesamt 7000 Mangalitza Schweinen
EMÖD, fünf Maststationen mit insgesamt 7000 Mangalitza Schweinen

Die extensive Mast erfolgt in 100 bis 200 m2 großen Laufstallungen. Diese Laufstallungen sind voll ausbetoniert und im Sommer ohne Einstreu. Mit dem Gewicht von 60 kg werden die Schweine erneut für Zucht oder Mast selektiert. Die Masttiere verbleiben in den Laufstallungen und werden mit einem Jahr bei 140 bis 180 kg geschlachtet. Zuchttiere, nach Geschlecht getrennt, gelangen in spezifische Herden.


Die Mastperiode am Zuchtbetrieb Emöd beträgt ein Jahr, eine längere Mast sei für bessere Fleischqualität nicht rentabel. 2003 betrug der Preis für 60 Kilogramm schwere Jungtiere 5 Euro pro Kilo. Dabei wurden rote Mangalitza Schweine etwas teurer als Tiere der Blonden Rasse gehandelt.

EMÖD, Jungebergruppe | Zuchttierstall
EMÖD, Jungebergruppe | Zuchttierstall

 

 

Der Zuchtbetrieb bei HALMAJ

15.8.2003 - Die ehemalige Kolchose bewirtschaftet heute 13.000 ha Grundfläche, 10.000 Legehennen, 500 Milchkühe, 1600 Mastrinder, 16 Zugpferde und 250 Mangalitza Schweine.

Zuchtbetrieb bei HALMAJ, 13.000 ha, 250 Mangalitza Schweine
Zuchtbetrieb bei HALMAJ, 13.000 ha, 250 Mangalitza Schweine

Die von der Betriebszentrale ein paar Kilometer entfernt gelegene Mangalitzazuchtstation wird durch einen profilaktischen Seuchenteppich geschützt.

In der Zuchtstation bei Halmaj entsteht zunächst der Eindruck einer extensiveren Schweinehaltung. Der Betrieb züchtet Blonde, Rote und Schwalbenbäuchige Mangalitza Schweine. Die Mangalitzazucht umfasst 8 ha, davon 3 ha dienen zur Beweidung.

HALMAJ, Seuchenprävention | Zuchttiergruppe im Freigelände
HALMAJ, Seuchenprävention | Zuchttiergruppe im Freigelände

Die Zuchttiere werden hier in Gruppen bis zu 25 Schweinen im Freien ohne Stallanlage gehalten. In jeder Gruppe befindet sich ein Eber. In der Zuchtstation bei Halmaj wurden 2003 fünf Zuchtgruppen mit drei Blonden einem Roten und einem Schwalbenbäuchigen Zuchteber gehalten.

In den Maststationen werden die Ferkeln nach Alter und Geschlecht getrennten Gruppen bis zu 30 Tieren auf ein Gewicht von 140 bis 180 Kilo gemästet. Dieses Schlachtgewicht erreichen die Sommerferkeln in 10, die Winterferkeln in 12 Monaten.

HALMAJ, Abferkelboxen | Mast- u. Zuchttierstall
HALMAJ, Abferkelboxen | Mast- u. Zuchttierstall

Die Zuchttierproduktion verlangt eine Jungtierselektion bei 30 Kilo. Nach weiteren 6 bis 7 Monaten Mast werden die Tiere verkauft. Sowohl Mast als auch Zucht erfolgt in der Gruppe in geschlossenen Laufställen ohne Freilauf auf Matratzenstroh.

 

 

Die Privatzucht für Rote Mangalitza Schweine
von Dobó Nagy Csaba

16.8.2003 - Auf dem Privatbetrieb werden 50 Sauen und 2 Eber der Rasse Rotes Mangalitza gehalten. Die Schweine sind in Zuchttiergruppen zu je 15 Sauen und einem Eber in großen Laufställen mit unbefestigten Ausläufen untergebracht.

Privatzucht für Rote Mangalitza Schweine von Dobó Nagy Csaba
Privatzucht für Rote Mangalitza Schweine von Dobó Nagy Csaba

Die Ferkeln werden in einem Offenstall mit betoniertem Boden und einer befestigten Außenfläche von 10×10 m zu 40 Stück zusammengefasst. Ab 100 kg aufwärts werden die Mastgruppen auf 20 bis 25 Stück verkleinert


 

Der Betrieb von DOBÓ-NAGY CSABA zeigt anhand der gehaltenen Tiere die Farbnuancen des Roten Mangalitza. Die Farbe reicht vom intensiven Rotblond bis zum matten Schwarzrot.

Ferkelaufzucht | Dobó Nagy Csaba mit einer Roten Mangalitza Zuchttiergruppe
Ferkelaufzucht | Dobó Nagy Csaba mit einer Roten Mangalitza Zuchttiergruppe

 

Die BIGECS FARM bei Letavertes

16.8.2003 - In Letavertes im Südosten von Debrecen liegt die BIGECS FARM. Der Betriebsleiter Vas Andras verwaltet mit seinem Zuchtführer ca. 12 ha Grundfläche mit 1200 Schweinen. Die 160 Zuchtsauen unterteilen sich in 70 Schwalbenbäuchige, 30 Rote und 60 Blonde Mangalitzaschweine.

BIGECS FARM, 12 ha, 1200 Mangalitzaschweine
BIGECS FARM, 12 ha, 1200 Mangalitzaschweine

Der Absätzerstall hat einen Innenbereich von 5×20 m und einen befestigten Außenbereich von 10x20m. Die Mast erfolgt zum einem im Absätzerstall und zum anderen in einen unbefestigten Sandauslauf von 20×20 m. Später werden die für die Zucht ausselektierten Tiere in Gruppen zu 70 bis 80 Jungsauen auf 1,5ha Fläche aufgezogen

BIGECS FARM, Mast im Sandauslauf | Absätzerstall
BIGECS FARM, Mast im Sandauslauf | Absätzerstall

Die Jungsauen werden das erste Mal mit 14 Monaten u. 100 kg gedeckt. Der Wurfrythmus beträgt 1,8 Ferkelungen/Jahr. Nach der Abferkelperiode werden die Muttertiere in Kleingruppen von 8 Sauen und 1 Eber in einem befestigten Auslauf gehalten. Hier werden sie erneut gedeckt und erst kurz vor dem Abferkeln isoliert. Der Eber verbleibt im Zuchtstall.

Zuchtiergruppen der BIGECS FARM
Zuchtiergruppen der BIGECS FARM

Die Preise für Zuchttiere lagen 2009 bis 60 kg bei 800 Forint pro Kilo und über 60 kg bei 600 Forint pro Kilo exklusive Mwst., Blutprobe und Pedigree. Bei einem Tonnenpreis von 29000 Forint werden auf der BIGECS FARM 60 bis 70 Tonnen Kraftfutter pro Monat verfüttert

 

Der Nationalpark HORTOBÁGY

16.8.2003 - Der Nationalpark HORTOBAGY umfasst 15.000 ha Weideland und 6.000 ha Ackerland. 1600 Steppenrinder, 1500 Zackelschafe und 60 Mangalitza Schweine können in Herdenhaltung bewundert werden. Auch befindet sich im Nationalparkzentrum ein Zoo mit allen aussterbenden Haustierrassen Ungarns. Hamid Abbas, der Leiter des Nationalparks führt die IGWÖ Delegation durch den Park.

Die Mangalitza Zuchtherde im Nationalpark unterteilt sich in drei Gruppen zu je 20 Zuchttieren. Jede Gruppe vertritt eine der drei Mangalitzarassen und lebt extensiv auf einer Freilandfläche von insgesamt 50 ha. Dreimal täglich erfolgt eine Kraftfuttergabe von 1,5 kg Weizen Mais und Gerste für jedes Schwein.

Der Nationalpark Horotbágy orientiert sich an traditioneller Schweinhaltung
Der Nationalpark Horotbágy orientiert sich an traditioneller Schweinhaltung

HORTOBÀGY, Muttertiere | Abferkelhütte
HORTOBÀGY, Muttertiere | Abferkelhütte

Das Haltungssystem der Mangalitzazucht im NATIONALPARK HORTBAGY entspricht der frühen ungarischen Zuchttradition. Die Schweine wurden zunächst in extensiver Freilandhaltung zu 60 kg schweren Läufern herangezogen, um danach intensiv auf das Schlachtgewicht von bis zu 180 kg in Stallungen gemästet zu werden.


 

Mangalitzakörung auf der
FARMERS EXPO 2003 in Debrecen

17.8.2003 - Im Ramen der Farmers Expo 03 in Debrecen fand auch eine lokale Schweinekörung statt. Nach einem gemeinsamen Spanferkelessen wurden 50 der besten Jungzuchten der Region gekört. Neben herkömmlichen Schweinerassen wurden vor allem die Rassen des autochthonen Mangalitza Schweins gekört.

Abseits der Körung wurde von der Rückzüchtung des bereits als ausgestorben geltenden Schwarzen Mangalitzas berichtet. Hierfür konzentriert man besonderst schwarze Exemplare des schwalbenbäuchigen Mangalitzaschweines in einen Zuchtbetrieb. Durch Selektion und Einkreuzung von Turocblut erhält man eine anschauliche „Schwarze“ Mangalitzaherde. Solche Tiere gelten jedoch nicht als gengetreue Rückzüchtungen des Schwarzen Mangalitza.

Seit einigen Jahren gelten die Produkte des Manglitza Schweines als Delikatesse für den anspruchsvollen Konsumenten. So waren vor vier Jahren 500, voriges Jahr 2000 und heuer 3000 Zuchttiere im Herdbuch des ungarischen Zuchtverbandes eingetragen.

Mit dem Besuch der „Farmers Expo 03“ endete die IGWÖ Ungarn Exkursion 2003.